AZAV Zertifizierter Bildungsträger – Förderfähige Weiterbildungen

Nächster Einstieg: 31.08.2026 | Automatisierungstechnik SPS & Robotik Einstieg persönlich klären

Robotik Weiterbildung AZAV - Kursinhalte

Robotik, Simulation und Praxis an realen Industrierobotern

In dieser sechs­wöchigen Weiterbildung lernst du, Industrieroboter zu programmieren, Bewegungsabläufe in der Simulation vorzubereiten und anschließend an realen Robotersystemen umzusetzen.

Die Weiterbildung verbindet Live-Online-Unterricht, Offline-Programmierung und digitalen Zwilling mit einer intensiven Praxisphase in Esslingen. Dabei arbeitest du mit zwei KUKA-Roboterzellen, unterschiedlichen Steuerungsgenerationen sowie Vision-Systemen für industrielle Anwendungen.

Der Kurs richtet sich an Teilnehmer, die Robotik nicht nur theoretisch kennenlernen, sondern Programme selbst entwickeln, simulieren, testen und in reale Automatisierungsabläufe integrieren möchten.

Kurs auf einen Blick

Dauer und Umfang
6 Wochen · 256 Unterrichtseinheiten · Vollzeit

Unterrichtsform
3 Wochen Live-Online · 3 Wochen Präsenz in Esslingen

Teilnehmerzahl
Maximal 10 Personen

Voraussetzungen
Technisches Interesse oder technische Vorkenntnisse

Praxis
Zwei reale KUKA-Roboterzellen mit KRC4 und KRC5

Abschluss
PAR:SET-Trägerzertifikat · IHK-Zertifikat „ Robotik & Simulation (OLP)“ nach erfolgreicher IHK-Abnahme

Förderung
Bei persönlichen Voraussetzungen bis zu 100 % mit Bildungsgutschein

Ziel der Robotik-Weiterbildung

Du entwickelst ein fundiertes Verständnis für den Aufbau, die Programmierung und die Integration industrieller Robotersysteme. Dabei lernst du, Bewegungsprogramme strukturiert zu erstellen, Roboteranwendungen in der Simulation vorzubereiten und die Programme anschließend an realen Anlagen einzurichten und zu testen.

Die Weiterbildung verbindet Roboterprogrammierung, Offline-Programmierung und digitalen Zwilling mit der praktischen Umsetzung an zwei realen KUKA-Roboterzellen. Dabei arbeitest du mit unterschiedlichen Steuerungs- und Softwaregenerationen – von KRC4 mit KSS 8.7 bis zu KRC5 mit KSS 9.3.3 und iiQWorks.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Zusammenspiel von Roboter, SPS, Greifertechnik und Vision-Systemen. Mit Kamerasystemen von Cognex und SensoPart entwickelst und testest du Anwendungen zur Bauteilerkennung, Lagebestimmung und Prozessintegration.

Für wen ist die Robotik-Weiterbildung geeignet?

Die Weiterbildung richtet sich an Menschen, die sich praxisnah für Aufgaben in Robotik, Automatisierung und industrieller Produktion qualifizieren möchten.

  • Arbeitssuchende mit technischem Interesse oder passenden Vorkenntnissen
  • Fachkräfte aus Produktion, Instandhaltung, Maschinenbau und Elektrotechnik
  • Techniker, Meister und Ingenieure, die ihr Wissen um Robotik und Simulation erweitern möchten
  • Berufsrückkehrer und Quereinsteiger mit technischem Bezug
  • Beschäftigte, die für Aufgaben in Roboterprogrammierung, Inbetriebnahme oder Anlagenbetreuung qualifiziert werden sollen

Aufbau der Robotik-Weiterbildung

Die sechs­wöchige Weiterbildung verbindet Robotersimulation, Offline-Programmierung und praktische Arbeit an realen Industrierobotern. In der ersten Hälfte bereitest du Roboteranwendungen im Live-Online-Unterricht vor. In der anschließenden Präsenzphase überträgst, testest und erweiterst du deine Programme an zwei realen KUKA-Roboterzellen.

Phase 1 – Grundlagen der Roboterprogrammierung und Simulation

Zu Beginn lernst du den Aufbau industrieller Robotersysteme sowie die grundlegende Bedien- und Bewegungslogik kennen. Du entwickelst erste Roboterprogramme in der Simulation und verstehst, wie Roboter, Werkzeug, Bauteil und Anlagenumgebung räumlich zusammenwirken.

Der Schwerpunkt liegt auf einem sicheren Verständnis der Koordinatensysteme und Bewegungsarten. Anhand praxisnaher Aufgaben erstellst du strukturierte Programme und bereitest typische Anwendungen wie Teilehandhabung, Maschinenbeschickung oder Positionieraufgaben vor.

Inhalte unter anderem:

  • Aufbau und Komponenten industrieller Robotersysteme
  • Bedienung, Betriebsarten und grundlegende Sicherheitsfunktionen
  • Welt-, Basis-, Werkzeug- und Flanschkoordinatensysteme
  • Werkzeug- und Basiskalibrierung sowie Arbeiten mit Tool- und Base-Daten
  • Roboterbewegungen mit PTP, LIN, CIRC und SPLINE
  • Geschwindigkeiten, Überschleifen und kontrollierte Bahnplanung
  • Approach- und Depart-Bewegungen für sichere Anfahr- und Rückzugswege
  • Erstellen, Strukturieren und Testen einfacher Roboterprogramme
  • Digitale Ein- und Ausgänge sowie erste Verknüpfungen mit Anlagenfunktionen
  • Programmierung typischer Handhabungs- und Positionieraufgaben

Ergebnis der Phase: Du kannst grundlegende Roboterprogramme erstellen, Bewegungen gezielt planen und einfache Anwendungen in einer simulierten Roboterzelle umsetzen.

Phase 2 – Offline-Programmierung und digitaler Zwilling

In der zweiten Phase werden die Programme umfangreicher und stärker an reale Automatisierungsaufgaben angelehnt. Du baust einen digitalen Zwilling einer Roboterzelle auf, integrierst Werkzeuge und Bauteile und entwickelst Abläufe, die später auf die realen Systeme übertragen werden können.

Mit KUKA.Sim und iiQWorks.Sim lernst du unterschiedliche Software- und Steuerungsgenerationen kennen. Du analysierst Erreichbarkeit, Bewegungsräume und mögliche Kollisionen und optimierst die Roboterprogramme bereits vor der praktischen Inbetriebnahme.

Inhalte unter anderem:

  • Simulation und Offline-Programmierung mit KUKA.Sim und iiQWorks.Sim
  • Aufbau und Konfiguration virtueller Roboterzellen
  • Integration von Robotern, Werkzeugen, Greifern, Bauteilen und Anlagenkomponenten
  • Erstellen und Prüfen von Werkzeug-, Basis- und Prozessdaten
  • Erreichbarkeitsprüfung und Analyse von Bewegungsräumen
  • Kollisionskontrolle und Optimierung von Roboterbahnen
  • Strukturierte Programme mit Unterprogrammen, Schleifen und Bedingungen
  • Signalabhängige Abläufe und Verknüpfung von Bewegungs- und Prozesslogik
  • Trigger, Wartepunkte und prozessabhängige Programmaktionen
  • Palettier-, Handhabungs- und Maschinenbeschickungsaufgaben
  • Vorbereitung von Programmen für die Übertragung auf reale Robotersysteme
  • Vergleich von Simulation, Offline-Programm und realem Anlagenverhalten

Ergebnis der Phase: Du kannst eine virtuelle Roboterzelle aufbauen, Programme offline entwickeln und Bewegungsabläufe bereits vor der Übertragung auf die reale Anlage prüfen und optimieren.

Phase 3 – Praxis an KRC4, KRC5 und Vision-Systemen

In der dreiwöchigen Präsenzphase in Esslingen setzt du die vorbereiteten Anwendungen an zwei realen KUKA-Roboterzellen um. Dabei arbeitest du sowohl mit einer KRC4-Steuerung und KSS 8.7 als auch mit einer aktuellen KRC5-Systemumgebung mit KSS 9.3.3 und iiQWorks.

Du überträgst Programme aus der Simulation, richtest Werkzeug- und Basisdaten am realen System ein und passt Bewegungen, Signale und Abläufe an die tatsächliche Zelle an. Dadurch erkennst du unmittelbar die Unterschiede zwischen Simulation, Offline-Programmierung und realer Inbetriebnahme.

Ein weiterer Schwerpunkt sind Vision-Anwendungen mit Kamerasystemen von Cognex und SensoPart. Du lernst, Bildverarbeitungsergebnisse in Roboterprogramme einzubinden und für Bauteilerkennung, Lagebestimmung und automatisierte Prozessentscheidungen zu nutzen.

Inhalte unter anderem:

  • Praxis an zwei KUKA-Roboterzellen mit KRC4 und KRC5
  • Bedienung und Programmierung mit KSS 8.7 und KSS 9.3.3
  • Arbeiten mit klassischen KUKA-Systemen und der aktuellen iiQWorks-Umgebung
  • Übertragung und Anpassung offline erstellter Roboterprogramme
  • Einrichten und Prüfen von Werkzeugen, Basen und Arbeitsräumen
  • Testen von Bewegungen im manuellen und automatischen Betrieb
  • Anbindung und Auswertung digitaler Signale zwischen Roboter, SPS und Peripherie
  • Integration von Greifern und anwendungsbezogenen Prozessfunktionen
  • Vision-Anwendungen mit Cognex- und SensoPart-Kamerasystemen
  • Einrichten von Kameraaufnahmen, Prüfbereichen und Erkennungsmerkmalen
  • Bauteilerkennung, Lagebestimmung und Merkmalsprüfung
  • Übergabe und Verarbeitung von Vision-Ergebnissen im Roboterprogramm
  • Verknüpfung von Kameradaten, Roboterbewegungen und automatisierten Abläufen
  • Fehlersuche, Programmtest und kontrollierte Inbetriebnahme
  • Optimierung einer vollständigen Roboter- und Vision-Applikation

Ergebnis der Phase: Du kannst simulierte Roboterprogramme auf reale Systeme übertragen, unterschiedliche Steuerungsgenerationen bedienen und Robotik-, SPS- und Vision-Funktionen zu einer praxisnahen Automatisierungsanwendung verbinden.

Abschluss und Förderung

Nach erfolgreicher Teilnahme erhältst du ein PAR:SET-Trägerzertifikat. Es dokumentiert die behandelten Inhalte und die während der sechswöchigen Robotik-Weiterbildung erworbenen Kompetenzen.

Die IHK-Abnahme ist regulärer Bestandteil der Weiterbildung. Nach erfolgreicher Abnahme erhältst du zusätzlich das IHK-Zertifikat „Robotik & Simulation (OLP)“. Wer nicht an der IHK-Abnahme teilnimmt, erhält ausschließlich das PAR:SET-Trägerzertifikat.

Die Maßnahme ist nach AZAV zugelassen und kann bei Vorliegen der persönlichen Voraussetzungen vollständig oder anteilig gefördert werden.

Nächsten Einstieg persönlich klären

Du möchtest wissen, ob die Robotik-Weiterbildung zu deinen Vorkenntnissen und beruflichen Zielen passt? In einem persönlichen Gespräch klären wir Kursablauf, Einstiegstermin, technische Voraussetzungen und Fördermöglichkeiten.

Du möchtest zunächst zurück zur Übersicht? Alle Informationen findest du auf der Seite Robotik-Weiterbildung.

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